Sonntag, 3. Oktober 2010

How to drive in South Africa...

Dadurch, dass wir in den letzten Tagen bei Joe gewohnt haben, hatten wir ein Auto und da Mike kein Auto fahren darf, bin ich die ganze Zeit gefahren und da es hier doch etwas anders auf der Straße zugeht, möchte ich euch ein paar Erlebnisse schildern. Die Probleme, die ich euch mal beschreibe, waren aber alle nur am Anfang, jetzt habe ich mich daran gewöhnt.
Das erste Problem war, dass man, wenn man das erste mal einsteigt, kein Lenkrad vor sich hat ;)

 Wie das? Hier ist Linksverkehr und damit sind die Autos Rechtslenker und man sitzt als Fahrer auf der rechten Seite. Das bedeutet aber auch, dass man mit der linken Hand schaltet, was am Anfang doch etwas komisch ist. Linksverkehr! Das heißt, es ist alles andersrum, weil man plötzlich auf der linken Seite der Straße fährt, doch erstaunlicherweise ging die Umgewöhnung doch recht schnell. Das einzige, wo ich manchmal noch aufpassen muss, wenn man in einer kleinen Straße startet, in der keine anderen Autos sind, denn dann hat man keine wirkliche Orientierung ohne Mittelstreifen.
Nun aber mein (nur zu Beginn) allergrößtes Problem, was aber an Durban liegt: die Berge. Es gibt hier unendlich viele starke Steigungen und es passiert ja auch mal, dass man dann da halten muss, das heißt: Anfahren am Berg, und zwar wirklich Berg, nicht kleiner Hügel. Man kann hier auch nur mit Handbremse anfahren, da man sonst sofort zurückrollt und das macht hier keine, die Leute aus Durban fahren perfekt an am Berg. Inzwischen kann ich das aber auch, das war aber am Anfang doch etwas ruckelig.
Kommen wir zum Vergleich zwischen dem Stadt- und Autobahnverkehr in Deutschland und Südafrika. Auf der Autobahn ist als Höchstgeschwindigkeit 120km/h festgelegt, was aber nicht heißt, dass man auch 120 fahren kann, denn anscheinend gibt es hier kein Linksfahrgebot. Des Öfteren fährt man hinter einem Auto her auf der äußersten Spur (rechts, da wird „schnell“ gefahren) mit 80 km/h und das Auto macht keinen Platz. Dadurch entstehen auch, denke ich, viele Auffahrunfälle hier.
Im Stadtverkehr geht es besonders durch die Taxis ganz anders zu, hier zählt nur: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“. Möchte man eine Spur wechseln, blinkt man zwar, aber man kann nicht warten, bis jemand einen reinlässt, denn das würde ewig dauern. Stattdessen fängt man einfach an, die Spur zu wechseln und dann wird man auch reingelassen, denn Blinker setzen allein hilft nicht viel, da einige durch die ganze Stadt mit gesetztem Blinker fahren, ohne abzubiegen oder in die blinkende Richtung die Spur zu wechseln. Außerdem sollte man immer bremsbereit sein, denn sobald eine kleine Lücke da ist zwischen zwei Autos, ist sofort ein Taxi da, das einfach reinfährt. Wenn der Taxifahrer den Arm raushängt und winkt, sollte man möglichst bremsen, denn das bedeutet, dass sie unbedingt da lang müssen und im nächsten Moment fahren werden. Der Vorteil aus diesem einfach Spuren wechseln von Autos und Taxis ist, dass man auch mal 4 Spuren schnell wechseln kann, wenn man unbedingt abbiegen muss, denn wenn man deutlich genug zeigt, dass man da lang MUSS, machen (fast) alle Platz für einen.

Insgesamt ist es schwer zu sagen, welchen Straßenverkehr ich lieber mag, denn hier vermisse etwas ich das gemütliche Fahren, dafür ist das Fahren hier spannender, weil immer irgendetwas los ist. Aber in beiden Ländern ist es gleich: Autofahren macht Spaß!

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